Wohnungen für Studenten

München, 19. Juni 2013 (stmi). Bayerns Hochschulen sind spitze!

Studentenwohnheim in Augsburg, Bürgermeister-Ulrich-Straße, Gebäude mit Wohngruppen
© Wolf-Dieter Gericke

Daher hat Bayern jedes Jahr mehr Studienanfänger. Die 17 Universitäts- und 30 Hochschulstandorte im Freistaat sind echte Magneten für junge Menschen. Das ist sehr erfreulich, hat aber zwangsläufig Konsequenzen auf dem Wohnungsmarkt.

Studenten brauchen eine bezahlbare Unterkunft, idealerweise in der Nähe beziehungsweise in verkehrsgünstiger Lage zur Hochschule. Tatsache ist jedoch: Viele Studenten finden nur schwer eine geeignete und bezahlbare Wohnung. Das soll sich ändern!

Unser Ziel: Förderung von 1.000 Wohnheimplätzen pro Jahr

Seit 2006 – als sich der doppelte Abiturjahrgang 2011 bereits abzeichnete – hat Bayern 141,7 Millionen Euro Fördermittel für den Neubau und die Sanierung von insgesamt 5.641 Wohnheimplätzen bereitgestellt. Dennoch sind weitere Anstrengungen notwendig.

"Unser Ziel ist es, bis 2017 Jahr für Jahr den Bau beziehungsweise die Sanierung von 1.000 Wohnheimplätzen mit staatlichen Mitteln zu fördern", so Innenminister Joachim Herrmann bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 19. Juni mit Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch.

Ursprünglich waren im Doppelhaushalt 2013/2014 jeweils 17,5 Millionen Euro für die Förderung von Studentenwohnraum vorgesehen. Nun hat die Staatsregierung dieses Kontingent um zehn Millionen Euro aufgestockt, so dass im kommenden Jahr 27,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Neue Förderrichtlinien für Studentenwohnraum

Die neuen Förderrichtlinien für Studentenwohnraum sind rückwirkend bereits zum 1. Mai 2013 in Kraft getreten. Was hat sich geändert?

  • Der Förderbetrag kann künftig bis zu 32.000 Euro für einen Wohnheimplatz betragen, vorher lag er bei 26.500 Euro.
  • Die Bindungsdauer wird von bisher 45 Jahren auf 25 Jahre verkürzt.
  • Die Kaltmiete kann im Dreijahresrhythmus gemäß dem Verbraucherpreisindex erhöht werden.

Innenminister Joachim Herrmann: "Damit wollen wir die Studentenwerke unterstützen und auch verstärkt private Investoren für den Bau von Studentenwohnheimen gewinnen."

Förderung der Studentenwerke in Bayern

"Im vergangenen Jahr entstand ein Viertel der bundesweit geförderten Wohnheimplätze allein in Bayern. Das Deutsche Studentenwerk hat den Freistaat hierfür als 'leuchtendes Beispiel' für die anderen Bundesländer herausgestellt. Doch auf diesen Leistungen wollen wir uns nicht ausruhen. Daher stehen den Studentenwerken in Bayern elf  Millionen Euro an laufenden Mitteln im Jahr 2013 im Staatshaushalt zur Verfügung. Das sind 30 Prozent mehr als noch 2010.

Das Wissenschaftsministerium fördert damit vor allem den Betrieb der Mensen, die Betreuungsplätze für die Kinder der Studierenden und das Tutorenprogramm in den Studentenwohnheimen. Mit diesen Geldern geben wir den Studentenwerken den finanziellen Spielraum, um die notwendigen Eigenmittel für den Wohnheimbau anzusparen und ihr Platzangebot in den Wohnheimen auch in den kommenden Jahren stetig weiter auszubauen", so Wissenschaftsminister Heubisch.

Dringend notwendig: Geeignete und bezahlbare Baugrundstücke

Bei dem von Innenminister Joachim Herrmann initiierten Runden Tisch "Studentenwohnen" am 28. Februar 2013 mit den bayerischen Studentenwerken wurde eines besonders deutlich: Sie brauchen geeignete und vor allem bezahlbare Baugrundstücke.

"Die Studentenwerke haben hier unsere volle Unterstützung. Vor allem sind hier aber die Hochschulstädte gefordert, denn die Bauleitplanung gehört zum Kernbereich der kommunalen Selbstverwaltung. Von Seiten der Staatsregierung wollen wir die Studentenwerke unterstützen, indem wir - wo immer es möglich ist - Grundstücke aus dem Besitz des Freistaats in Erbpacht bereitstellen. Idealerweise sind das Grundstücke auf dem Hochschulcampus", sagte Herrmann. Gleichfalls müssten bei der Ausbauplanung der bayerischen Universitäten und Hochschulen frühzeitig geeignete Flächen für Studentisches Wohnen definiert werden.

Abhilfe können auch Konversionsflächen schaffen, die sich zur Wohnnutzung eignen. Dafür sei aber der Bund gefordert. "Wir fordern, dass der Bund geeignete Teilflächen an Kommunen verbilligt abgibt, insbesondere für den sozialen Wohnungsbau und für Studentenwohnraum", so Herrmann weiter. Als Beispiel nannte der Minister die ehemalige Bayernkaserne in München. Dort solle neben rund 3.000 neuen Wohnungen auch Wohnraum für Studierende entstehen.

Bildergalerie