Treffen der Innenminister von Österreich, Deutschland und Bayern

München, den 6. September 2013 (stmi). Fußball-Länderspiele zwischen Deutschland und Österreich sind seit dem "Mythos von Cordoba", dem legendären Sieg der österreichischen Nationalelf gegen die DFB-Auswahl bei der Fußball-WM 1978, immer ein besonderes Ereignis. Die Innenministerin der Republik Österreich, Mag. Johanna Mikl-Leitner, Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nahmen das heutige WM-Qualifikationsspiel zum Anlass, die enge Kooperation der Nachbarländer in den Vordergrund zu stellen.

Innenministerin Mikl-Leitner und Innenminister Herrmann halten den Original-Ball für das WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Österreich am 6.9.2013
© Bayerisches Staatsministerium des Innern

Gerade im Bereich "Sicherheit von Sportveranstaltungen" arbeiten die Polizeien von Österreich, des Bundes und Bayerns bestens zusammen. Ob bei der Fußball-WM in Deutschland 2006 oder bei der Europameisterschaft in Österreich 2008: zwischen den Polizeibehörden hat sich eine enge Zusammenarbeit entwickelt, die beispielhaft ist. Allein bei der Europameisterschaft 2008 waren rund 600 Polizisten aus Bayern an den Spielorten Salzburg, Wien, Innsbruck und Klagenfurt im Einsatz. Die Zusammenarbeit mit den österreichischen Kollegen und der österreichischen Einsatzleitung war mustergültig. Bayerns Polizisten trugen dazu bei, dass größere Ausschreitungen und Gewalt verhindert werden konnten. So hinterließen sie im Nachbarland ein durchweg positives Erscheinungsbild.

Beim WM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Österreich wiederum leisteten Polizisten aus Österreich wichtige Unterstützung. Sogenannte szenekundige Beamte reisten zusammen mit den Fans aus Österreich nach München, um so schon im Vorfeld Kontakt zu den Fans herzustellen und möglichen Störungen schon frühzeitig entgegen zu wirken. Österreichs Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann trafen zwei der österreichischen Beamten vor dem Spiel und dankten allen am Einsatz beteiligten Polizeibeamten aus Österrreich und Bayern für ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit.

Gedankenaustausch zu Fragen der Inneren Sicherheit

Noch vor dem gemeinsamen Stadionbesuch tauschten sich Österreichs Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner und ihrer bayerischer Amtskollege Joachim Herrmann zu aktuellen sicherheitspolitischen Fragen aus. Thema waren insbesondere der Anstieg der Zahl an Asylbewerbern und die Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien. Gerade in den letzten Monaten hat die Zahl der Asylbewerber stark zugenommen, in Österreich ebenso wie in Deutschland. Auch die Zahl der illegalen Grenzübertritte an der bayerisch-österreichischen Grenze hat zugenommen. Die Innenminister erörterten deshalb Maßnahmen gegen Schleusungskriminalität.

Auf den bilateralen Gedankenaustausch zwischen Bayern und Österreich folgte ein Gespräch beider Innenminister mit Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich. Auch hier standen sicherheitspolitische Fragen im Fokus. Im Anschluss verfolgten die drei Minister gemeinsam mit den Fans aus beiden Ländern in der Allianz Arena ein Fußball-Spiel auf hohem Niveau. Dabei hielten die Minister natürlich dem jeweils eigenem Team die Daumen und freuten sich über den friedlichen Verlauf und die tolle Stimmung im Stadion.