Feuerwehrfahrzeuge
© Kreisbrandmeister Daniel Eisen, Landkreis Ebersberg

Einsatzstatistik 2019 der Feuerwehren in Bayern – Kurzbericht

Im Freistaat Bayern sind im Jahr 2019 die Feuerwehren rund 245.000-mal ausgerückt und über Wachalarm, Sirene oder Meldeempfänger alarmiert worden. Rein rechnerisch entspricht dies auf den Berichtszeitraum gesehen in etwa 670 Einsätzen am Tag oder einem Einsatz alle zwei bis zweieinhalb Minuten. Zusätzlich wurden noch rund 42.000 Brandsicherheitswachen geleistet.

Die Feuerwehrfrauen und -männer wurden zu rund 21.000 Bränden, 119.000 Technischen Hilfeleistungen, 5.000 ABC-Einsätzen und 73.000 Rettungsdiensteinsätzen gerufen. Damit ist die Einsatzbelastung für die haupt- und zum überwiegenden Teil ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer gegenüber dem Vorjahr ungefähr gleich hoch ausgefallen.

Bei rund einem Achtel der Einsätze rückten die Feuerwehren vergeblich aus. Bedauerlich ist die immer noch sehr hohe Anzahl von rund 29.000 Fehlalarmen, weil jede Alarmierung gerade die Helferinnen und Helfer bei den Freiwilligen Feuerwehren belastet, da sie entweder von Ihrem Arbeitsplatz, aus ihrer Freizeit oder auch aus der Nachtruhe zum Einsatz gerufen wurden.

Bei den Feuerwehren in Bayern nimmt das Verhältnis der Brandeinsätze zur Technischen Hilfeleistung weiterhin ab; derzeit ist nur etwa jeder sechste Einsatz ein Brandeinsatz.

Diese wichtigen Leistungen werden für die Sicherheit und das Wohl der Allgemeinheit von 7.558 Freiwilligen Feuerwehren, 7 Berufsfeuerwehren sowie 163 Werk- und 53 Betriebsfeuerwehren im Freistaat Bayern rund zu jeder Tages- und Nachtzeit erbracht. Hier leisten rund 325.000 Personen, davon rund 314.000 ehrenamtlich, aktiven Feuerwehrdienst. Erfreulich ist dabei, dass die Anzahl der weiblichen Dienstleistenden mit über 31.000 Feuerwehrfrauen kontinuierlich seit Jahren zunimmt. Dieses hohe Potenzial ist natürlich unter anderem auch der nicht unerheblichen Jugendarbeit in über 5.100 Jugendgruppen mit rund 48.000 Mitgliedern zuzuschreiben, wobei hier der Anteil der weiblichen Mitglieder schon über ein Viertel beträgt.

Im letzten Jahr konnten die Feuerwehren 1.643 Mitbürgerinnen und Mitbürger bei Bränden direkt oder über Feuerwehrleitern retten. Für 32 Opfer kam leider jegliche Hilfe zu spät und sie konnten nur noch tot geborgen werden. Bei den technischen Hilfeleistungen und Verkehrsunfällen konnten die Feuerwehrleute 10.236 Bürgerinnen und Bürgern Hilfe retten. Bei 744 Personen war keine Hilfeleistung mehr möglich und diese konnten nur noch tot geborgen werden.

Im Rahmen der organisierten Ersten Hilfe („First Responder“) wurden die Helferinnen und Helfer rund 29.000-mal alarmiert. Hier konnte 11.890 Personen geholfen werden; für 1.058 Menschen kam auch leider diese schnelle Hilfe zu spät.

Neben der oben aufgeführten Abdeckung der Pflichtaufgaben wurden die Feuerwehren auch rund 22.000-mal in anderen Fällen (zum Beispiel Öffentlichkeitsarbeit, Brandschutzerziehung, Verkehrsabsicherung) für die Allgemeinheit tätig.

Dieses Engagement der vielen Helfer, die selbstlos und oft unter Einsatz ihrer Gesundheit oder auch des Lebens den Dienst für die Gemeinschaft verrichten, hat auch seinen Preis: So wurden im Berichtsjahr 2019 nach Angaben der Kommunalen Unfallversicherung Bayern 755 Feuerwehrdienstleistende hauptsächlich beim Einsatz- und Übungsdienst verletzt. Glücklicherweise war kein tödlicher Unfall im Feuerwehrdienst zu verzeichnen. Nur ein sehr geringer Teil der Fälle waren Wegeunfälle.

Der Freistaat Bayern fördert den Brandschutz und den Technischen Hilfsdienst. So wurden 2019 an die Gemeinden und Landkreise für die Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und -geräten sowie den Bau von Feuerwehrgerätehäusern staatliche Zuschüsse in Höhe von fast 47 Millionen Euro ausbezahlt.