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Sicher am und im Wasser

Ob beim Schwimmen, Planschen oder Entspannen am Ufer – das Wasser fasziniert uns besonders an heißen Sommertagen. Doch Unachtsamkeit, Kälte oder Strömungen können schnell zu gefährlichen Situationen führen, selbst für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer. Auf dieser Seite finden Sie konkrete Sicherheitstipps und anschauliche Informationen, damit alle das Wasser unbeschwert genießen können.

Die größten Gefahren an Gewässern

Worauf muss ich achten?

Die Zahl tödlicher Badeunfälle ist auf einem anhaltend hohem Niveau. Die Ursachen können vielfältig sein:

  • Fehlende oder nicht ausreichende Schwimmkenntnisse: Immer weniger Kinder erlernen frühzeitig sicheres Schwimmen, gleichzeitig zieht es immer mehr Menschen bei hohen Temperaturen in unbewachte Gewässer.
  • Selbstüberschätzung: Oft kommt es hierdurch zu gefährlichen Situationen
  • Alkohol und Drogen erhöhen das Risiko für Badeunfälle
  • Starke Temperaturunterschiede zwischen Luft und Wasser können für Kreislauf-Probleme sorgen: Deshalb nie erhitzt ins kalte Wasser springen!
  • Verborgene Strömungen werden oft unterschätzt und können selbst für erfahrene Schwimmerinnen und Schwimmer gefährlich werden.

Schnelle Hilfe bei Badeunfällen

Was kann ich tun?

Ertrinkende schreien nicht – sie kämpfen lautlos ums Über­leben. Achten Sie auf unter­gehende Köpfe, fahrige Bewegungen oder fehlende Schwimm­züge.

Alarmieren Sie sofort den Rettungs­dienst! Geben Sie den genauen Ort an und fordern Sie Umstehende zur Mithilfe auf.

Bevor Sie helfen, prüfen Sie: Gefährden Sie sich selbst? Ein Ertrinkender kann in Panik um sich schlagen und Helfer unter Wasser ziehen. Nutzen Sie Hilfs­mittel wie Rettungs­ringe oder Luft­matratzen. Nähern Sie sich stets von hinten an.

Bringen Sie die Person mit Hilfs­mitteln an Land – ruhig und kontrolliert. Ist sie bewusstlos, aber atmet, lagern Sie sie in stabiler Seiten­lage. Bei Atem­still­stand sofort beatmen, bei fehlenden Lebens­zeichen mit Herzdruckmassage beginnen. Wasser in den Atem­wegen darf nicht entfernt werden – das kann lebens­gefährlich sein.

Schützen Sie die Person vor Kälte und bleiben Sie bei ihr, bis professionelle Hilfe eintrifft.

Wie Sie als Ersthelfer vor Ort Leben retten können, erfahren Sie in unserer Videoreihe „Wie kann ich im Notfall helfen?“.

Die wichtigsten Baderegeln

Wie verhalte ich mich richtig am und im Wasser?

Die Anzahl der Badeunfälle in Bayern liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Ich appelliere deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger im Freistaat: Beachten Sie die gängigen Baderegeln, achten Sie auf sich und andere! Seien Sie bei Ihrem Badeausflug aufmerksam und helfen Sie insbesondere Kindern und Erwachsenen, die im Wasser nicht allzu sicher wirken. Gemeinsam für mehr Sicherheit in und am Wasser!

Innenminister Joachim Herrmann, MdL

Dos and Don'ts

Dos:

  • Nur schwimmen, wenn man sich gesund fühlt.
  • Vor dem Baden duschen und abkühlen.
  • Als Nichtschwimmer nur bis zur Körpermitte ins Wasser gehen.
  • Auf Warnhinweise und Flaggen, insbesondere zu Strömungs- oder Windverhältnissen achten.
  • Bei Gewitter das Wasser sofort verlassen.
  • Auf Wasserfahrzeuge achten und Abstand halten.
  • Aufblasbare Schwimmhilfen bieten keine absolute Sicherheit im Wasser, sie sollten daher nur unterstützend verwendet werden.
  • Bei Fahrten mit dem Boot oder Stand Up Paddle Boards eine Rettungsweste tragen.
  • Natur und Wasser sauber halten, Müll entsorgen.

Don'ts:

  • Nicht mit vollem oder leerem Magen ins Wasser.
  • Nicht alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss ins Wasser gehen.
  • Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen.
  • Nie in unbekannte Gewässer springen, keine riskanten Sprünge.

DLRG und Wasserwacht

Wasserrettung in Bayern

Die Kampagne „Sicherheit in und am Wasser“ wird unterstützt von der DLRG Bayern und der Wasserwacht Bayern.

Mit über 1,9 Millionen Mitgliedern und Förderern ist die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesell­schaft (DLRG) die größte Wasser­rettungs­organisation der Welt. Sie wurde am 19. Oktober 1913 gegründet, nachdem bei einer schweren Tragödie in der Ostsee 16 Menschen ertrunken sind.

Die Wasser­wacht in Bayern ist die größte Gemein­schaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und somit Teil des größten Landes­verbands in Deutsch­land. Sie ist Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungs­dienstes und stellt ehrenamtlich den Wasser­rettungs­dienst im Freistaat sicher. Die Wasser­wacht Bayern hat rund 138.000 Mitglieder, davon rund 84.000 aktive.

Ehrenamt bei der Wasserrettung

Wie kann ich mich engagieren?

Sie interessieren sich für ein Ehrenamt bei der Wasserrettung?

Für konkrete Fragen zur Mitgliedschaft und zu den Ausbildungsangeboten wenden Sie sich gerne an Ihre Wasserwacht Bayern oder DLRG vor Ort: