Ob beim Schwimmen, Planschen oder Entspannen am Ufer – das Wasser fasziniert uns besonders an heißen Sommertagen. Doch Unachtsamkeit, Kälte oder Strömungen können schnell zu gefährlichen Situationen führen, selbst für geübte Schwimmerinnen und Schwimmer. Auf dieser Seite finden Sie konkrete Sicherheitstipps und anschauliche Informationen, damit alle das Wasser unbeschwert genießen können.
Die Zahl tödlicher Badeunfälle ist auf einem anhaltend hohem Niveau. Die Ursachen können vielfältig sein:
Ertrinkende schreien nicht – sie kämpfen lautlos ums Überleben. Achten Sie auf untergehende Köpfe, fahrige Bewegungen oder fehlende Schwimmzüge.
Alarmieren Sie sofort den Rettungsdienst! Geben Sie den genauen Ort an und fordern Sie Umstehende zur Mithilfe auf.
Bevor Sie helfen, prüfen Sie: Gefährden Sie sich selbst? Ein Ertrinkender kann in Panik um sich schlagen und Helfer unter Wasser ziehen. Nutzen Sie Hilfsmittel wie Rettungsringe oder Luftmatratzen. Nähern Sie sich stets von hinten an.
Bringen Sie die Person mit Hilfsmitteln an Land – ruhig und kontrolliert. Ist sie bewusstlos, aber atmet, lagern Sie sie in stabiler Seitenlage. Bei Atemstillstand sofort beatmen, bei fehlenden Lebenszeichen mit Herzdruckmassage beginnen. Wasser in den Atemwegen darf nicht entfernt werden – das kann lebensgefährlich sein.
Schützen Sie die Person vor Kälte und bleiben Sie bei ihr, bis professionelle Hilfe eintrifft.
Wie Sie als Ersthelfer vor Ort Leben retten können, erfahren Sie in unserer Videoreihe „Wie kann ich im Notfall helfen?“.
Die Anzahl der Badeunfälle in Bayern liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Ich appelliere deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger im Freistaat: Beachten Sie die gängigen Baderegeln, achten Sie auf sich und andere! Seien Sie bei Ihrem Badeausflug aufmerksam und helfen Sie insbesondere Kindern und Erwachsenen, die im Wasser nicht allzu sicher wirken. Gemeinsam für mehr Sicherheit in und am Wasser!
Innenminister Joachim Herrmann, MdL
Die Kampagne „Sicherheit in und am Wasser“ wird unterstützt von der DLRG Bayern und der Wasserwacht Bayern.
Mit über 1,9 Millionen Mitgliedern und Förderern ist die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Sie wurde am 19. Oktober 1913 gegründet, nachdem bei einer schweren Tragödie in der Ostsee 16 Menschen ertrunken sind.
Die Wasserwacht in Bayern ist die größte Gemeinschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und somit Teil des größten Landesverbands in Deutschland. Sie ist Teil des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes und stellt ehrenamtlich den Wasserrettungsdienst im Freistaat sicher. Die Wasserwacht Bayern hat rund 138.000 Mitglieder, davon rund 84.000 aktive.
Sie interessieren sich für ein Ehrenamt bei der Wasserrettung?
Für konkrete Fragen zur Mitgliedschaft und zu den Ausbildungsangeboten wenden Sie sich gerne an Ihre Wasserwacht Bayern oder DLRG vor Ort: