Orden, Ehrenzeichen und kommunale Ehrungen 2026

Ehren für besonderes Engagement: In diesem Jahr werden wieder Menschen ausgezeichnet, die sich auf außergewöhnliche Weise für andere einsetzen. Mit ihrem Einsatz für das Gemeinwohl, ihre Initiative und Hilfsbereitschaft tragen sie entscheidend dazu bei, unsere Gemeinschaft stark und lebendig zu halten.

Die Ehrungen umfassen den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, die Kommunale Verdienstmedaille, die Kommunale Dankurkunde sowie das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Hier finden Sie die Ehrungen aus diesem Jahr. Einen Überblick über frühere Auszeichnungen gibt es hier:

16. April 2026 in Würzburg

Sichtbares Zeichen der Anerkennung und des Dankes: Innenstaatssekretär Sandro Kirchner hat im Rahmen einer Feierstunde im Großen Sitzungssaal der Regierung von Unterfranken drei Persönlichkeiten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt. Die Beliehenen Johann Eitel, Erich Kupfer und Manfred Schneider vereint alle ein besonders langjähriges und beispielhaftes Engagement für das Gemeinwohl.

Herr Eitel, Sie haben sich durch Ihr jahrzehntelanges Engagement nachhaltige Verdienste um das Gemeinwohl erworben. Seit 1982 sind Sie im „Tischtenniskreis Main-Spessart“ aktiv und bekleideten hier zahlreiche Ämter.

In der Zeit von 1982 bis 1985 als Kreisfachwart Damensport und von 1985 bis 1991 als Kreisspielleiter. In Personalunion waren Sie von 1985 bis 2001 auch Kreisfachwart für die Sparte Einzelsport und kümmerten sich um die Organisation, Durchführung und Auswertung der Erwachsenenturniere auf Kreisebene.

2003 bis 2005 nahmen Sie sich als Kreisfachwart dem Seniorensport an, ehe Sie sich ab 2005 für weitere 13 Jahre erneut als Kreisfachwart in der Sparte Einzelsport engagierten. Zudem setzten Sie sich von 2003 bis 2007 als stv. Kreisvorsitzender sowie von 2007 bis 2018 als Fachwart Vereinsservice für die Vereinsgeschicke ein.

Als sich der „Tischtenniskreis Main-Spessart“ 2018 auflöste, fungierten Sie als Mitglied des Bezirksvorstandes des Bezirks Unterfranken-West als Fachwart Erwachsenen-Einzelsport sowie als Fachwart Vereinsservice.

Darüber hinaus sind Sie seit 2018 Mitglied des Verbandstages bzw. Verbandshauptausschusses des „Bayerischen Tischtennis-Verbandes e. V.“ und dort auch Mitglied des erweiterten Vorstandes Vereinsservice.

In den Reihen des „FC 1920 Thüngen e. V.“ ist Ihr Name ebenfalls untrennbar mit dem Tischtennissport verbunden. Seit der Gründung der Tischtennisabteilung 1980 waren Sie sofort aktiv zur Stelle und übernahmen, gemeinsam mit Ihrer Frau Gerlinde, die Abteilungsleitung sowie die Trainingsarbeit der Jugendlichen. Es ist maßgeblich Ihrem unermüdlichen Engagement zu verdanken, dass sich die Tischtennisabteilung in den ersten Jahren sehr gut, schnell und positiv entwickelte. Sie konnten die Geschicke des Vereins nachhaltig in den verschiedensten Ämtern prägen.

Sie blieben immer Ihrer Traineraufgabe treu und trainieren noch bis heute die Kinder und Jugendlichen in der vereinseigenen Halle.

Seit 1983 sind Sie Übungsleiter und besitzen die C-Trainer-Lizenz Tischtennis, die Sie immer wieder mit Lehrgängen auffrischen. Unermüdlich engagieren Sie sich an der Spitze der Tischtennisabteilung und übernehmen seit 2012 alle organisatorischen Aufgaben. Unter Ihrer Führung ist es gelungen, viele neue Mitglieder zu gewinnen und die Tischtennissparte zukunftssicher zu etablieren.

Besonders am Herzen liegt Ihnen nach wie vor die Nachwuchsarbeit, so organisierten Sie verschiedenste Orts- und Kreisminimeisterschaften und waren bereits mehrfach an der Grundschule Thüngen zu Probetrainingseinheiten vor Ort, um für Ihre Sportart zu werben.

Zusätzlich übernahmen Sie von 2015 bis 2025 das Amt des Vorsitzenden des „FC 1920 Thüngen e. V.“ - in einer Zeit, als der Verein kurz vor der Auflösung stand. Niemand war damals bereit, die Führung des Sportvereins zu übernehmen, auch aufgrund der maroden, vereinseigenen „Werntalhalle“. Sie stellten sich, gemeinsam mit weiteren Vorstandskollegen, dieser schweren Aufgabe und erwiesen sich als unermüdlicher Motor, der sehr aufwändigen und umfangreichen Hallensanierung von 2016 bis 2023. Als Ingenieur konnten Sie während dieser Sanierungsmaßnahme Ihr fundiertes Fachwissen gewinnbringend einbringen. Sie haben z. B. eigenständig Pläne entworfen und einen Finanzierungsplan erstellt.

Darüber hinaus unterstützen Sie auch in finanzieller Hinsicht, sei es durch großzügige Spenden, den Kauf von Bau- oder Trainingsmaterialien oder durch kostenlose Fahrdienste. Die Sanierung der „Werntalhalle“ hat dem Verein sehr viel Ansehen in der Gemeinde eingebracht und wurde von der Bevölkerung lobend anerkannt. Ohne Ihren unermüdlichen Einsatz hätte dieses Großprojekt nie realisiert werden können.

Auch an Festlichkeiten, wie etwa der Kirchweih sind Sie im Einsatz - jahrelang musste für diese Veranstaltung jedes Jahr aufs Neue im Ausschankbereich mühevoll ein Holzboden aufgebaut werden. Sie erkannten hier Verbesserungspotential, entwarfen einen Plan für eine ordnungsgemäße Pflasterung der Fläche und organisierten die Arbeiten.

Um sich für das Wohl der Allgemeinheit einzusetzen, haben Sie stets eigene Interessen und Freizeit zurückgestellt.

Herr Eitel, ich freue mich, Ihnen das Verdienstkreuz am Bande, des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aushändigen zu dürfen.

Herzlichen Glückwunsch!

Herr Kupfer, Sie haben sich auszeichnungswürdige Verdienste um das Gemeinwohl erworben. Seit 1976 sind Sie Mitglied im Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Niederwerrn und bekleideten von 2018 bis 2024 das Amt des Vertrauensmanns. Zudem waren Sie von 1994 bis 2024 Mitglied im Vorstand der Gesamtkirchenverwaltung Schweinfurt.

Im Bauausschuss und im Sommerfestausschuss der Kirchengemeinde engagieren Sie sich ebenfalls. Zu deren Jubiläum im Jahr 2016 haben Sie eine 117-seitige Festschrift „Chronik der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Niederwerrn“ verfasst. Herausgegeben wurde diese vom Evangelischen Kirchenbauverein Niederwerrn e. V., welchem Sie ebenfalls seit Jahrzehnten angehören und seit 1984 dessen 1. Vorsitzender sind. Im Jahr 2025 wurden Sie mit der Urkunde „40 Jahre 1. Vorsitzender Evang. Kirchenbauverein Niederwerrn“ ausgezeichnet.

Mit großer Überzeugung vertraten Sie die Interessen der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Niederwerrn in der Gesamtkirchengemeinde Schweinfurt. Ihr Denken und Ihre Einstellung waren dabei von Kooperation und Weitblick geprägt und entsprachen keineswegs einem „Kirchturm- oder Tellerranddenken“. Sie legten Wert auf demokratische Entscheidungsfindungen und akzeptierten es auch, wenn Sie in einer Abstimmung auf Seiten der Minderheit waren. Sie werden seitens der Gesamtkirchenverwaltung als aufrechter, lauterer und verantwortungsbewusster Mensch beschrieben.

Sie nahmen regelmäßig an den vier bis fünf jährlichen Sitzungen der Gesamtkirchenverwaltung teil und dazu kam der Zeitaufwand in den Ausschüssen. Eine Aufwandsentschädigung gab es nicht. Ihr aufgebrachtes Engagement stellte einen anerkennenswert hohen, langanhaltenden ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle einer größeren Gemeinschaft dar.

Des Weiteren sind Sie seit 1969 aktives Bläser-Mitglied im Posaunenchor Niederwerrn und tragen zur musikalischen Ausgestaltung unzähliger Gottesdienste bei und z. B. auch beim Weihnachtsmarkt der Gemeinde Niederwerrn, beim Totengedenken der Feuerwehr sowie der Gedenkfeier am Volkstrauertag. Sie haben entscheidenden Anteil an den Auftritten des Posaunenchors. In die Gestaltung des Vereinslebens und die Organisation von Jubiläen sowie anderen Veranstaltungen sind Sie aktiv eingebunden.

Zudem führen Sie die Chronik des Chores. Mit der „Goldenen Bläsernadel für 50 Jahre aktiven Bläserdienst“ erhielten Sie 2019 vom Verband Evang. Posaunenchöre in Bayern die höchstmögliche Auszeichnung für Bläserinnen und Bläser.

Schließlich engagieren Sie sich seit 1987 als Schriftführer im CSU-Ortsverband Niederwerrn. Bei allen Veranstaltungen oder Wahlkampf-Aktionen haben Sie stets mit großem Engagement mitgeholfen. Auch nach der Fusion der CSU-Ortsverbände Niederwerrn und Oberwerrn im März 2025 sind Sie weiterhin als Schriftführer tätig. Sie genießen einen tadellosen Leumund. Als gebürtiger Niederwerrner sind Sie allseits bekannt, mit den Menschen in Kontakt und am Ortsgeschehen interessiert.

In all Ihren ehrenamtlichen Funktionen sind Sie mit großem Engagement tätig und stets auf das Wohl der Vereine sowie der gesellschaftlichen Gruppen bedacht. Die von Ihnen übernommenen Aufgaben und Funktionen führen Sie gewissenhaft und zuverlässig aus.

Als langjähriger Hobbyfotograf besitzen Sie eine umfangreiche Bildsammlung mit Dias und Fotos, u. a. auch über das Dorfgeschehen, Vereinsaktivitäten, Festlichkeiten und Jubiläen. Das Bildmaterial stellen Sie gerne für Festschriften oder ähnliche Werke zur Verfügung.

Herr Kupfer, ich freue mich, Ihnen das Verdienstkreuz am Bande, des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aushändigen zu dürfen.

Herzlichen Glückwunsch!

Herr Schneider, Sie haben sich auszeichnungswürdige Verdienste um das Gemeinwohl erworben. Sie engagieren sich seit 1967 für die Herrenmannschaft der Tischtennisabteilung des „RV Viktoria Wombach 1925 e. V.“ (seit 2025 „DJK Viktoria Wombach“) und sind dem Verein seit mehr als fünf Jahrzehnten in verantwortlicher Position verbunden.

1969 wurden Sie zum Abteilungsleiter Tischtennis des „RV Viktoria Wombach 1925 e. V.“ gewählt, außerdem erklärten Sie sich dazu bereit, neben diesem Posten auch die Aufgaben des Kassiers zu übernehmen. Als Abteilungsleiter lag es Ihnen besonders am Herzen, die neu gegründete Abteilung aufzubauen, junge Menschen für diesen Sport zu gewinnen und Ihr eigenes Wissen und Können weiterzugeben. Daher riefen Sie schon kurz nach Ihrer Amtsübernahme eine Schülermannschaft ins Leben und legten damit den Grundstein für die vielen sportlichen Erfolge der kommenden Jahre. Beispielsweise zählte so im Tischtennissport die Damenmannschaft des „RV Viktoria Wombach 1925 e. V.“ viele Jahrzehnte zu den erfolgreichsten Vereinen in Unterfranken und Bayern.

Die erste Herrenmannschaft erzielte zahlreiche Titel bei Bayerischen und Deutschen Meisterschaften. Erfolge, die für einen Verein dieser Größe nicht selbstverständlich sind.

Unter Ihrer kontinuierlichen Beteiligung konnte die Nachwuchsarbeit forciert werden. Sie waren viele Jahre lang Trainer und Übungsleiter und sind weiterhin aktiver Spieler in der Herrenmannschaft. Zudem sind Sie als steuernde Kraft im Hintergrund, der die Abteilung in jeglicher Hinsicht unterstützt bekannt und geschätzt. Nicht nur die sportlichen Erfolge sind Ihnen zuzuschreiben, sondern darüber hinaus ist es Ihr Verdienst, dass der Verein – nach anfänglichen enormen Raumproblemen – heute über eine geeignete Sportstätte für das Training und den Spielbetrieb verfügt. Zunächst standen weder Räume für die Trainingseinheiten noch für die offiziellen Spiele zur Verfügung.

Als im Ort die Idee aufkam, eine Sport- und Kulturhalle für alle Wombacher Vereine zu bauen, waren Sie sofort engagiert und 1977 wurde der „Vereinsheim Wombach e. V.“ gegründet. Sie erklärten sich bereit, die Aufgaben des Buchhalters sowie des Kassiers zu übernehmen, diese haben Sie bis heute inne.

Sie trugen von Anfang an dafür Sorge, dass der Verein auf gesunden finanziellen Füßen steht und Ihrem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass der Verein bereits nach wenigen Jahren schuldenfrei war. Aufgrund Ihrer fundierten beruflichen Vorkenntnisse führen Sie Ihre Aufgaben stets korrekt und einwandfrei aus.

Zudem übten Sie erstmals im Jahr 1969 ein Ehrenamt im „Bayerischen Tischtennis-Verband e. V.“ aus. Sie übernahmen im damaligen Kreis Lohr/Marktheidenfeld das Amt eines Spielgruppenleiters und in den Folgejahren waren Sie als Jugendwart überaus engagiert. Von 1973 bis 1991 waren Sie als Bezirksjugendwart in Unterfranken tätig und gehörten auch dem Fachbereich Jugend des Bayerischen Tischtennis-Verbandes an. Hier unterstützten Sie die Vorstandschaft des Bereiches von 1973 bis 1994 und später von 1997 bis 2003 als Beisitzer. Da Ihnen die Jugendarbeit noch immer sehr am Herzen liegt, gehören Sie seit 2011 als Beisitzer dem Vorstand Jugend des „Bayerischen Tischtennis-Verbandes e. V.“ an. Außerdem engagieren Sie sich weiterhin als Turnierleiter. Sie leiteten in den vergangenen fünf Jahrzehnten unterschiedlichste Spielgruppen in verschiedenen Ligen von der Kreisliga bis hin zur Verbandsliga.

Neben dem Posten des Spielleiters unterstützten Sie von 2006 bis 2018 außerdem die Vorstandschaft des Kreises als Kassenwart. Darüber hinaus erklärten Sie sich dazu bereit, in den Jahren von 1994 bis 1997 für den Bereich Leistungssport sowie von 2018 bis 2022 für den Bereich Jugend-Einzelsport Verantwortung als Bezirksfachwart zu übernehmen.

Ein ähnlich großes Engagement zeigten Sie auf Landesebene. Hier leiteten Sie ab 1999 für annähernd zwei Jahrzehnte die Spiele der Damen und Herren in der Landesliga. Ferner übernahmen Sie einen Posten im Vorstand des Bayerischen Tischtennis-Verbandes und brachten Ihr fundiertes Fachwissen in der Zeit von 2003 bis 2011 als Beisitzer in den Fachbereich Wettkampfsport ein.

Sie haben sich in überragender Weise und mit hohem persönlichem Einsatz um den Tischtennissport verdient gemacht. Sie engagieren sich noch heute und wirken bestmöglich für das Gemeinwohl.

Herr Schneider, ich freue mich, Ihnen das Verdienstkreuz am Bande, des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aushändigen zu dürfen.

Herzlichen Glückwunsch!

27. März 2026 in München

„Eleonore Zwißler ist eine herausragende Persönlichkeit von seltener Strahlkraft. Seit Jahrzehnten stellt sie ihr Wirken mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit, großer Hingabe und unerschöpflicher Tatkraft in den Dienst ihrer Mitmenschen. Ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement und ihre beeindruckenden Leistungen verdienen nicht nur höchsten Respekt, sondern tief empfundene Anerkennung.“ Mit diesen Worten würdigte Dr. Erwin Lohner, Amtschef des Bayerischen Innenministeriums, Eleonore Zwißler und händigte ihr heute im Auftrag des Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in München aus.

Liebe Frau Zwißler, bereits seit vielen Jahren setzen Sie sich selbst­los und unermüdlich für Ihre Mitmen­schen ein. Ihr Engage­ment trägt dabei entscheidend zum Funktionieren unseres Gemein­wesens bei. Denn Freiwilliges Enga­ge­ment macht Bayern zu einer starken Gemein­schaft. Und dazu haben Sie, liebe Frau Zwißler, auf besondere Weise bei­getragen.

Sie haben sich weit über das übliche Maß hinaus für Ihre Mitmenschen einge­setzt. Sie haben Bürgersinn und bürger­schaftliches Engagement bewiesen und damit einen wertvollen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft als Ganzes geleistet. 

Ein solches Engagement ist gerade in der heutigen Zeit mit ihren zunehmend kom­plexeren Aufgaben und Herausforderun­gen besonders wichtig. Denn dieser Einsatz ist der Kitt unse­rer Gesellschaft. Er schafft Vertrauen und gibt auch in schwie­rigen Zeiten Halt.

Wir alle müssen uns darum immer wieder kritisch fragen: Helfen wir, wenn unsere Mit­men­schen uns brauchen? Schauen wir hin und mischen wir uns ein, wenn ande­ren Unrecht geschieht?

Das sind Fragen, die uns gerade heute sehr bewegen. Denn wir brauchen für eine lebenswerte Gesellschaft das Enga­gement und die Unterstützung unserer Bürgerinnen und Bürger. Wir müssen uns darum gemein­sam für eine Kultur des Hinsehens, der Hinwendung zum Mit­men­schen und des füreinander Ein­ste­hens stark machen.

Liebe Frau Zwißler, Sie begannen im Alter von 43 Jahren erstmals sich politisch zu engagieren und traten dem Ortsverband der CSU in Krailling bei. Dort wurden Sie bald Mitglied des Vorstandes und schließ­lich Vorstandsvorsitzende. Von 1990 bis 2006 waren Sie Zweite Bürger­meisterin Ihrer Heimat­gemeinde und blieben bis 2020 Mitglied im Gemein­derat in Krailling. Das Grundprinzip Ihrer Arbeit war stets: Hören, was die Menschen bewegt, und pragmatische Lösungen finden. 

In Ausübung Ihres Amtes als Zweite Bür­germeisterin waren Sie maßgeblich an der Gründung und Leitung zahlreicher orts­ansässiger sozialer Organisationen beteiligt. 

So wurde im März 2002 das „Sozialnetz Würmtal-Insel“ auf Ihre Initiative hin eröffnet. Sie engagierten sich dabei äußerst kompetent und rein ehren­amtlich für die Schaffung dieser Einrichtung und waren am gesamten Prozess der Entstehung maßgeblich beteiligt. 

Trotz Ihres mittlerweile fortgeschrittenen Alters sind Sie noch heute in den Gre­mienaktiv, die von der Würmtal-Insel geleitet werden, – so im „Arbeitskreis Senioren im Würmtal“ und in der „Arbeits­gemeinschaft Soziale Dienste im Würmtal“. 

Zeitgleich suchten Sie auch im „Arbeits­kreis Senioren“ nach Lösungsansätzen, um Senioren und Pflegebedürftigen Hilfe zu ermöglichen und langfristig in ihrem gewohnten Umfeld versorgt zu werden. Unter Ihrer Mitwirkung und dank Ihrer großen Leidenschaft für dieses Projekt wurde 2004 der Verein „Seniorenhilfe Würmtal e.V. – Zuhause Wohnen“ ins Leben gerufen. Als Vorstandsmitglied des 
Vereins unterstützen und schieben Sie regelmäßig neue Aktionen tatkräftig an. 

Ebenso gründeten Sie 2016 einen Fahr­dienst für ältere Mitbürgerinnen und Mit­bürger, der aufgrund von Änderungen im Personenbeförderungsgesetz zwischen­zeitlich leider auf Eis gelegt werden musste. 

Im sozialen Bereich engagierten Sie sich darüber hinaus als langjährige Vorsitzen­de der Charlotte und Hermann Schober-Stiftung und ermöglichen und unterstützen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft im Vor­stand unzählige weitere soziale Projekte. 

Im Bereich der Wirtschaft zeigen Sie ebenso hohen persönlichen Einsatz. Das wohl bedeutendste Projekt dabei war die Um­setzung der „Kraillinger Innovations­meile“ (KIM). Ein positiver Bürgerent­scheid ermög­lichte die Realisierung dieses dann zum Vorzeigeprojekt gereiften innovativen Gewerbegebietes. Es stellt die größte und nachhaltigste Transformation der Gemein­de Krailling dar. Heute ist die „KIM“ ein Gebiet mit rund 120 Betrieben, darunter auch heutige Weltmarktführer. 

Auch im kulturellen Bereich zeigten Sie ein herausragendes ehrenamtliches Engagement. So organisierten Sie rund 20-mal die jährliche Veranstaltung mit den Preisträgern aus dem regionalen Wettbe­werb „Jugend musiziert“ in der Aula der Grundschule. 

Sie scheuen bis heute keine Mühen, sich für die Belange Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger einzusetzen. In Ihrer knapp dreißigjährigen ehrenamtlichen Erfolgs­geschichte haben Sie das Sozialwesen Ihrer Gemeinde und Ihres Landkreises maßgeblich geprägt und so einen un­schätz­baren Beitrag für das Gemeinwohl von Jung und Alt geleistet. 
Aufgrund dieser Tatsache sind Sie bis heute die erste und einzige Ehren­bürgerin der Gemeinde Krailling.

Liebe Frau Zwißler, im Hinblick auf Ihr überaus großes ehrenamtliches Engage­ment und als Würdigung Ihres gesamten Lebenswerks ist es mir eine beson­dere Freude, Ihnen heute im Auftrag des Bundes­präsi­denten Dr. Frank-Walter Steinmeier das Ver­dienst­­kreuz am Bande des Ver­dienst­ordens der Bundes­­republik Deutschland persönlich auszuändigen. Herzlichen Dank für Ihre vorbildliche Arbeit!

Für Ihr weiteres Wirken wünsche ich Ihnen viel Kraft, Glück, Erfolg und natürlich vor allem gute Gesundheit und Gottes Se­gen!

17. März 2026 in München

Jahrzehntelanges und vielseitiges Engagement für das Gemeinwohl: Innenminister Joachim Herrmann hat Waltraud Pfandlbauer das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt. Herrmann betonte in seiner Festrede: „Sie haben sich weit über das übliche Maß hinaus für Ihre Mitmenschen eingesetzt. Sie haben Bürgersinn und bürgerschaftliches Engagement bewiesen und damit einen wertvollen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft als Ganzes geleistet.“ 

Liebe Frau Pfandlbauer,
liebe Ehrengäste,

Ihnen allen ein herzliches Grüß Gott und herzlich willkommen hier im Bayerischen Innenministerium.

Ich freue mich sehr, dass Sie an der heutigen Feierstunde teilnehmen. Denn wir haben uns heute hier versammelt, um einen imponierenden Menschen und seine beachtenswerten Verdienste zu würdigen. 

Liebe Frau Pfandlbauer, bereits seit vielen Jahren setzen Sie sich selbstlos und unermüdlich für Ihre Mitmenschen ein. Die Würdigung Ihres Engagements ist mir ein großes Anliegen. Denn es trägt entscheidend zum Funktionieren unseres Gemeinwesens bei. Freiwilliges Engagement macht Bayern zu einer starken Gemeinschaft. Und dazu haben Sie, liebe Frau Pfandlbauer, auf besondere Weise beigetragen.

Sie haben sich weit über das übliche Maß hinaus für Ihre Mitmenschen eingesetzt. Sie haben Bürgersinn und bürgerschaftliches Engagement bewiesen und damit einen wertvollen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft als Ganzes geleistet.“ 

Ein solches Engagement ist gerade in der heutigen Zeit mit ihren zunehmend komplexeren Aufgaben und Herausforderungen besonders wichtig. Denn dieser Einsatz ist der Kitt unserer Gesellschaft. Er schafft Vertrauen und gibt auch in schwierigen Zeiten Halt.

Wir alle müssen uns darum immer wieder kritisch fragen: Helfen wir, wenn unsere Mitmenschen uns brauchen? Schauen wir hin und mischen wir uns ein, wenn anderen Unrecht geschieht?

Das sind Fragen, die mich als Innen- und Integrationsminister und ganz persönlich sehr bewegen. Denn wir brauchen für eine lebenswerte Gesellschaft das Engagement und die Unterstützung unserer Bürgerinnen und Bürger. Wir müssen uns darum gemeinsam für eine Kultur des Hinsehens, der Hinwendung zum Mitmenschen und des füreinander Einstehens stark machen.

Liebe Frau Pfandlbauer, über Jahrzehnte waren Sie leidenschaftlich als Grundschullehrerin tätig und haben so aus vielen Familien gleich zwei Generationen unterrichtet. Weit über das normale Maß hinaus ging und geht vor allem Ihr Einsatz für Kinder und Erwachsene mit Migrationshintergrund. 

Dieses Engagement begann bereits in den 1970er-Jahren. In dieser Zeit kümmerten Sie sich sehr intensiv und auch nachhaltig um die Kinder der damaligen „Gastarbeiter“. So öffneten Sie zum Beispiel Ihre Privaträume für eine tägliche, unentgeltliche Hausaufgabenunterstützung und Nachhilfe. Feste Zeiten hatten für Sie keine Priorität und so haben Sie, wenn es notwendig wurde, etwa weil die Eltern beruflich noch gebunden waren, diese Betreuung auch ausgedehnt. Es kam sogar vor, dass bei Schichtarbeitstätigkeit der Eltern die Kinder bei Ihnen übernachten durften. 

Daneben waren Sie von 1974 bis 1998 engagiert als Mitglied im Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Michael in Altenstadt tätig. In Ihrer Zeit als Vorsitzende des Pfarrgemeinderats von 1990 bis 1998 haben Sie die Lernhilfe und Ihr Engagement weitergetragen und auch in der katholischen Pfarrei verankert. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Familien mit Migrationshintergrund in das jährlich stattfindende Pfarrfest eingebunden und so vorbildlich integriert wurden. 

Im Jahr 1990 wurde auf Ihre Initiative eine Hausaufgabenhilfe innerhalb der Caritas ermöglicht. Sie unterstützen Kinder mit Lerndefiziten und hier insbesondere diejenigen, die aufgrund von Sprachbarrieren wenig Förderung erfahren. So konnte bereits vielen Kindern mit Migrationshintergrund, aus insgesamt zwölf verschiedenen Ländern, bei ihren schulischen Problemen geholfen werden. 23 Jahre lang übernahmen Sie an vier Nachmittagen in der Woche diese Aufgabe. 

Bereits während der Jugoslawienkriege in den 1990er-Jahren wohnten Flüchtlingsfamilien in Altenstadt. Auch hier übernahmen Sie wie selbstverständlich Verantwortung und kümmerten sich insbesondere um die Kinder, förderten und unterstützten sie. 

Im Bürgernetzwerk der Gemeinde Altenstadt sind Sie, liebe Frau Pfandlbauer, seit 2011 aktiv und betreuen dort mehrere ältere Menschen. Sie unterstützen hierbei die Seniorinnen und Senioren beim wöchentlichen Einkauf oder den Arztbesuchen und organisieren Fahrdienste. 

Des Weiteren wirken Sie bei der Organisation und Mitgestaltung des Mittagstisches für die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde mit. Zur Weihnachtszeit erfreuen Sie alleinstehende ältere Menschen durch Ihren Besuch. Neben all dem unterstützen und betreuen Sie persönlich auch zwei an Demenz erkrankte Frauen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ihrer Gemeinde. 

Während der Ankunft vieler Menschen von 2015 bis 2022 wurde in Altenstadt eine Flüchtlingsunterkunft für rund 120 Personen errichtet. Daraufhin boten Sie den Bewohnerinnen und Bewohnern der Unterkunft – wieder rein ehrenamtlich und ohne Aufwandsentschädigung – sofort die Teilnahme an Sprachkursen an. Den Sprachkurs für die Anfängerinnen und Anfänger übernahmen Sie selbst. Auch einer in Thailand geborenen Frau haben Sie als Pädagogin die deutsche Sprache beigebracht, sodass sie sich gut integrieren konnte. In der Ferienbetreuung „Sommerschule 2021“ kümmerten Sie sich um zwei nigerianische Kinder. 

Liebe Frau Pfandlbauer, meine Ausführungen belegen eindrucksvoll: Ihr Leben ist geprägt von herzlicher Hingabe für Hilfsbedürftige und sozial schwache Menschen. Sie haben die Kleinsten gefördert und Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern bei der Bewältigung des täglichen Lebens geholfen und damit einen unschätzbaren Beitrag zur Integration geleistet.

Sie haben sich beispielgebend und vorbildlich im ehrenamtlichen Bereich engagiert und sich für das Wohl der Allgemeinheit in besonderer Art und Weise eingesetzt. Das alles verdient Respekt und ein großes Vergelt´s Gott!

Im Hinblick auf Ihr überaus großes Engagement und als Würdigung Ihres gesamten Lebenswerks ist es mir eine besondere Freude, Ihnen heute im Auftrag des Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland persönlich auszuhändigen.

Für Ihr weiteres Wirken wünsche ich Ihnen viel Kraft, Glück, Erfolg und natürlich vor allem gute Gesundheit und Gottes Segen!

3. März 2026 in Nürnberg

Im Rahmen einer Feierstunde im Atrium der Bayerischen Landesbank hat Innenminister Joachim Herrmann fünf verdienten Persönlichkeiten aus dem Regierungsbezirk Mittelfranken für ihren Einsatz um das Gemeinwohl das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt. Herrmann würdigte dabei den Einsatz der Beliehenen mit den Worten: „Ihr Engagement trägt entscheidend zum Funktionieren unseres Gemeinwesens bei. Freiwilliges Engagement macht Bayern zu einer starken Gemeinschaft. Und dazu haben Sie, liebe Geehrte, auf besondere Weise beigetragen.“

Verdienstkreuz am Bande

Lieber Herr Drescher,

Ihr Wirken ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie persönliches Verantwortungsbewusstsein, Beharrlichkeit und Herzblut das gesellschaftliche Leben nachhaltig prägen können.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert setzen Sie sich in unermüdlicher Weise für das Gemeinwohl ein. Ihre Mitgründung des Motorbootclubs Regnitz-Main e.V. im Jahr 1975 und Ihre über 40-jährige Tätigkeit als ehrenamtlicher Geschäftsführer sind Zeugnisse einer außergewöhnlichen Einsatzbereitschaft: Sie übernahmen Schriftverkehr, Kassenführung, die Vorbereitung von Veranstaltungen, verfassten die Vereinssatzung und eine Hafenordnung. Sie gestalteten die institutionellen Grundlagen des Vereins und sorgten über Jahrzehnte hinweg für seine stabile und zukunftsfähige Entwicklung – und das alles, obwohl Sie selbst gar kein Motorboot besitzen.

Dank Ihrer Verhandlungsstärke und Weitsicht selbst in finanziell schwierigen Situationen, konnte der Club seinen Verbleib auf dem Vereinsgrundstück sichern. Das spricht für Ihre Fähigkeit, auch in komplexen Lagen Ruhe zu bewahren und tragfähige Lösungen zu finden.

Ihr Einsatz für ein geregeltes Miteinander mit anderen Interessengruppen, etwa der Fischerzunft, sowie die stetige Bereitstellung des Gaststegs für die Stadt Bamberg seit 1984 haben das Freizeitangebot und die Aufenthaltsqualität in der Stadt Bamberg nachhaltig bereichert. Diese selbstlose Verbundenheit und Ihre durchsetzungsstarke, aber stets ausgewogene Art sind ein leuchtendes Beispiel bürgerschaftlichen Handelns.

Besonders hervorzuheben ist auch Ihr langjähriges Engagement für die junge Generation: Seit mehr als vier Jahrzehnten gestalten und begleiten Sie die Arbeit des Stadtjugendrings Bamberg – als Vorsitzender in den frühen 1980er-Jahren und fortlaufend als „Freie Persönlichkeit“. Ihre zahlreichen Ideen und Beiträge haben konkret zur Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen beigetragen. Ihre Person ist aus der Geschichte dieses Verbandes nicht mehr wegzudenken. Sie haben damit das Fundament für generationsübergreifende Teilhabe gelegt und nachhaltig Verantwortung für die Zukunft unserer Stadt übernommen.

Auch Ihre Verdienste um den Bürgerverein Bug 1972 e.V. sind von bleibender Wirkung: Nach Ihrem Beitritt 1987, Ihrem Aufstieg zum stellvertretenden Vorsitzenden und später zum Vorsitzenden haben Sie durch Ihr Engagement und Ihre einnehmende Art den Bürgerverein zu einer starken und einflussreichen Gemeinschaft gemacht. Die Gestaltung zahlreicher Feste und die monatliche Herausgabe des „Buger Blättlas“, von dem Sie bis zu Ihrem Ausscheiden rund 350 Ausgaben mitgestaltet haben, zeigen Ihre unermüdliche Bereitschaft, Öffentlichkeit zu schaffen und das Gemeinschaftsleben zu fördern. Ihre Chroniken, Zeitzeugensammlungen und der von Ihnen initiierte Erinnerungsstein an der Buger Schule sind bleibende kulturelle Beiträge, die die Identität des Stadtteils stärken und seine Geschichte für kommende Generationen bewahren.

Ihr kulturelles Engagement hat zudem eine deutlich überregionale Dimension: Als aktives Mitglied und Vorstandsmitglied der Deutschen Johann Strauss Gesellschaft tragen Sie seit vielen Jahren zur Pflege, Erforschung und Vermittlung des musikalischen Erbes von Johann Strauss bei. Ihre Verantwortung als Pressereferent, Beisitzer und stellvertretender Vorsitzender, Ihre Organisation anspruchsvoller Konzertfahrten und die redaktionelle Arbeit, etwa als Redakteur des Magazins „Neues Leben“, zeigen Ihre professionelle und leidenschaftliche Auseinandersetzung mit Musikgeschichte und Kulturvermittlung. Mit Ihrer journalistischen Tätigkeit und früheren Rezensionen für die Zeitschrift „orpheus“ leisten Sie zudem einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Öffentlichkeitsarbeit, der weit über lokale Grenzen hinaus wahrgenommen wird.

All diese Leistungen zeichnen Sie als einen Menschen aus, der mit Leidenschaft und stets festen Blick für das Gemeinwohl handelt. Sie verbinden Tatkraft mit Kontinuität, Sachverstand mit Menschlichkeit und lokale Verwurzelung mit überregionalem Wirkungsanspruch. In Ihrem vielseiteigen Engagement für Freizeitgestaltung, Jugendförderung, Quartiersarbeit und Musikkultur manifestiert sich in eindrücklicher Weise, was bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne vermag: Gemeinschaft stiften, kulturelles Erbe bewahren und aktiv Zukunft gestalten.

Lieber Herr Drescher, für all das, was Sie geleistet haben und weiterhin leisten, danke ich Ihnen im Namen vieler Bürgerinnen und Bürger. Ihre Verdienste sind Vorbild und Inspiration zugleich. 

Es ist mir eine ganz besondere Freude, Ihnen heute im Auftrag des Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland persönlich auszuhändigen. Herzlichen Dank für Ihre vorbildliche Arbeit!

Liebe Frau Feisthammel,

Sie haben sich auszeichnungswürdige Verdienste erworben und dabei stets gezeigt, dass persönlicher Einsatz und fachliche Kompetenz Barrieren überwinden und Gemeinschaften nachhaltig stärken können.

Seit 1988 sind Sie dem Bayerischen Roten Kreuz verbunden. Ihr Engagement begann in der Frauenbereitschaft Altdorf, führte Sie in die Bereitschaft Burgthann und nach deren Auflösung 2022 wieder nach Altdorf zurück. 

Ihr Wirken im Jugendrotkreuz und Ihre frühe Ausbildung zur ehrenamtlichen Jugendleiterin legten den Grundstein für eine langjährige und profunde Jugendarbeit. Sie leiteten eigene Gruppen, organisierten integrative Freizeiten und führten über Jahre hinweg Erste-Hilfe-Kurse durch, die speziell auf die Bedarfe von Jugendleitern zugeschnitten waren. Mit der Durchführung regelmäßiger Fortbildungen und Ihrer Mitarbeit bei der fachlichen Neukonzeption des „Lern- und Erfahrungsraums Edelweißhütte“ haben Sie wesentlich zur qualitativen Weiterentwicklung der Jugendarbeit beigetragen.

Seit 2004 vertreten Sie als ständige Delegierte das Jugendrotkreuz im Kreisverband Nürnberger Land. 2008 wurden Sie in den Vorstand des Kreisjugendrings gewählt und sind dort stimmberechtigtes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Seit 2022 protokollieren Sie die Vorstandsarbeit und bringen damit Zuverlässigkeit und Kontinuität in die Gremienarbeit.

Auch auf kommunaler Ebene tragen Sie Verantwortung. Seit 2008 sind Sie Mitglied des Gemeinderats Burgthann, seit 2011 Kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises und seit 2014 Kreisrätin im Landkreis Nürnberger Land. In all diesen Funktionen sind Sie eine versierte und geschätzte Stimme in diversen Ausschüssen und Beratungsformaten.

Ihr Einsatz für die Belange von Menschen mit Behinderung ist von besonderer Tragweite. Als Kommunale Behindertenbeauftragte und Mitarbeiterin im Netzwerk Gleichstellung beraten Sie Menschen mit Behinderung und deren Angehörige umfassend, leiten Ratsuchende an zuständige Stellen weiter, unterstützen bei Anträgen und zeigen Versorgungslücken ebenso auf wie Lösungswege. Sie beraten Institutionen, fördern Selbsthilfegruppen und bringen Ihre Erfahrung in Planungen der Behindertenhilfe ein. Seit 2018 führen Sie den mittelfränkischen Behindertenrat beim Bezirk Mittelfranken – eine zentrale Plattform für die bezirksweite Vertretung behinderungspolitischer Belange und für den Austausch bewährter Praxis. Sie geben diesem Gremium als Vorsitzende eine starke, koordinierende Stimme.

Auch im kirchlichen und sozialen Bereich haben Sie maßgeblich gewirkt. Ihr langjähriges Engagement im Pfarrgemeinderat St. Elisabeth, Ihre Zeit als Vorsitzende und Ihre konkrete Initiative zur barrierefreien Ausgestaltung der Pfarrräumlichkeiten sind für viele Menschen unmittelbar spürbar. Ohne Ihren beharrlichen Einsatz gäbe es weder die Rampe des Kirchenparkplatzes noch die behindertengerechte Toilette im Pfarrheim. Diese Maßnahmen öffnen Räume und Teilhabe für alle. Die von Ihnen geleitete Begegnungsgruppe für Menschen mit und ohne Behinderung sowie Ihre Arbeit im Sachausschuss Gemeindecaritas zeigen, wie Fürsorge, Organisationstalent und Empathie miteinander verbunden werden können.

Ihr persönlicher Lebensweg macht Ihre Verdienste noch eindrucksvoller. Selbst von Geburt an auf den Rollstuhl angewiesen, haben Sie sich niemals von Ihren Zielen abbringen lassen. Sie sind Mutter zweier Kinder und haben ein Pflegekind aufgenommen – Zeichen eines offenen Herzens und großer Verantwortung. Ihre positive, zupackende Art, Ihre Willensstärke und Ihr tief verwurzelter Glaube zeichnen Sie aus. Sie sind eine unermüdliche Kämpferin für Inklusion und die Rechte von Menschen mit Behinderung – und sind dabei stets herzlich und gelassen.

Liebe Frau Feisthammel, Ihr Wirken ist ein leuchtendes Beispiel für gelebte Solidarität, kompetente Interessenvertretung und menschliche Nähe. Sie bereichern das gesellschaftliche Leben auf kommunaler und regionaler Ebene in herausragender Weise und genießen dafür höchste Wertschätzung. 

Es ist mir daher eine ganz besondere Freude, Ihnen heute im Auftrag des Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland persönlich auszuhändigen. Herzlichen Dank für Ihre vorbildliche Arbeit!

Liebe Frau Hacker,

seit 1988 engagieren Sie sich unermüdlich in der katholischen Kirchengemeinde St. Kunigund in Schnaittach und haben darüber hinaus durch Ihr herausragendes Wirken im Verein „Hilfe für Frauen und Kinder in Not Nürnberger Land e.V.“ ein Schutz- und Unterstützungsnetz geschaffen, das vielen Menschen in existenziellen Notlagen zur Seite steht. Ihre Arbeit ist gezeichnet von unerschütterlicher Zuverlässigkeit, großem Organisationstalent und tief empfundener Menschlichkeit.

Bereits in den Jahren 1990 bis 2002 haben Sie sich als Mitglied des Pfarrgemeinderates für die Belange der Gemeinde eingesetzt und mit der Gründung und Leitung des Frauenkreises „Frauen‑Gewalt‑Kirche“ ein dauerhaftes Forum geschaffen, das Gewalt gegen Frauen und Kinder thematisiert und Betroffenen Raum bietet. Ihr frühes Bewusstsein für dieses Thema führte 1994 zum Beitritt in den Verein, in dem Sie 1997 in die Vorstandsgruppe gewählt wurden und nach einer Satzungsänderung den Vereinsvorsitz übernahmen. In dieser Funktion wurden Sie nicht nur Vorsitzende, sondern der Motor des Vereins: Sie organisierten, motivierten, trugen Verantwortung und setzten konkrete Hilfe um.

Von besonderer Tragweite war Ihre Initiative zur Einrichtung eines Notruf-Telefons. Auf Ihre Anregung hin wurde ein Team aus ehrenamtlichen Frauen aufgebaut, das täglich in den Abendstunden erreichbar ist. Die Koordination dieses Dienstes – von Dienstplänen über EDV‑ und Verwaltungsaufgaben bis hin zur Organisation der Einsatzkräfte – lag über viele Jahre in Ihrer Hand. Sie standen Betroffenen persönlich bei, begleiteten Frauen und Kinder in Frauenhäuser, leisteten psychischen Beistand und halfen dort, wo akute Hilfe nötig war.

Ihre Verdienste beschränken sich nicht auf die unmittelbare Notfallhilfe. Sie haben langfristig Strukturen geschaffen, die nachhaltige Unterstützung ermöglichen. Sie setzten sich mit Nachdruck für die Einrichtung einer ausgestatteten Fluchtwohnung im Landkreis ein, organisierten ein festes Büro als Beratungs- und Organisationsraum und führten regelmäßige Dienstbesprechungen sowie Supervisionen ein, um die emotionale Belastung der Mitarbeitenden aufzufangen. Mit jährlichen Dankesfesten in Ihrem Garten haben Sie nicht nur Anerkennung gezeigt, sondern Zusammenhalt gefördert. Ihre Vernetzungsarbeit mit Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, Behörden und kirchlichen Einrichtungen sorgte dafür, dass Hilfesuchende umfassend informiert und gut begleitet werden konnten.

Ihr ausgeprägtes Organisationstalent und Ihre Fähigkeit, finanzielle Mittel zu mobilisieren, waren für das Fortbestehen und die Leistungsfähigkeit des Vereins unerlässlich. Sie gewannen Spendengelder, schufen Transparenz in der Vereinsverwaltung und sorgten dafür, dass der Verein auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig blieb.

Über mehr als drei Jahrzehnte haben Sie sich ohne eigenen Vorteil weit über das übliche Maß hinaus ehrenamtlich eingebracht. Sie haben Menschen geholfen, die sich selbst nicht helfen konnten, Sie haben Vertrauen geschenkt, Ankerpunkte geschaffen und damit das Leben zahlreicher Frauen und Kinder nachhaltig verbessert. Ihre hohe Einsatzbereitschaft, Ihr persönliches Auftreten und Ihre menschliche Wärme haben Sie zu einer weithin geschätzten und unverzichtbaren Persönlichkeit gemacht.

Liebe Frau Hacker, für Ihr unermüdliches Wirken, Ihre Courage und Ihre mitfühlende Tatkraft danke ich Ihnen von Herzen. Ihre Verdienste sind ein leuchtendes Beispiel gelebter Nächstenliebe und bürgerschaftlicher Verantwortung. Es ist mir eine ganz besondere Freude, Ihnen heute im Auftrag des Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland persönlich auszuhändigen. Herzlichen Dank für Ihre vorbildliche Arbeit!

Liebe Frau Grillberger,

Sie haben sich in herausragender Weise um die Resozialisierung von Menschen in Haft verdient gemacht. Über mehr als zwanzig Jahre waren Sie ehrenamtlich im Arbeitskreis Resozialisierung in der Justizvollzugsanstalt Nürnberg tätig und haben in dieser langen Zeit kontinuierlich und verlässlich Brücken zwischen Haft und Gesellschaft gebaut.

Besonders hervorzuheben ist Ihr intensives individuelles Engagement: Allein seit Februar 2009 haben Sie die persönliche Betreuung von insgesamt sechzehn Gefangenen übernommen. Diese Begleitungen dauerten jeweils mehrere Monate, in einem Fall sogar mehr als zwei Jahre. Mit großem Zeitaufwand und beständiger Präsenz haben Sie die Inhaftierten monatlich besucht, sie bei Ausgängen begleitet und sie systematisch auf die Entlassung vorbereitet.

Die Themen Ihrer Gespräche reichten von Partnerschaft und Familie über den Umgang mit Überbrückungsgeld und Schulden bis hin zu gesundheitlichen Problemen, Suchtfragen, Bekleidungskauf und der Wohnsituation nach der Haftentlassung. Dabei verfolgten Sie stets das Ziel, die Situation der Betroffenen bei der Rückkehr in die Gesellschaft nachhaltig zu verbessern.

Ihr Einsatz ging über die Haftzeit hinaus. Sie haben den Kontakt der Inhaftierten zu ihren Kindern gefördert, Ausgänge aktiv mitgestaltet und einige der von Ihnen begleiteten Personen auch nach deren Entlassung weiter unterstützt. Bemerkenswert ist, dass während Ihrer gesamten Tätigkeit keine der von Ihnen betreuten Personen die Betreuung abgebrochen hat – ein eindrücklicher Beleg für das Vertrauen und die Verlässlichkeit Ihrer Arbeit.

Darüber hinaus haben Sie das kollegiale Miteinander im Arbeitskreis Resozialisierung gestärkt, beispielsweise durch Ihre Mitarbeit bei Projekten wie dem Packen von Weihnachtspaketen sowie durch die regelmäßige Teilnahme an Ehrenamtstreffen und Fallbesprechungen.

Die Justizvollzugsanstalt Nürnberg beschreibt Sie als überaus zuverlässige, sehr engagierte und angenehme ehrenamtliche Mitarbeiterin. Ihre Arbeit war getragen von dem Ansporn, Menschen, denen in unserer Gesellschaft oft ein schwerer Stand zugedacht ist, wieder Chancen zu eröffnen und sie in das soziale Leben zurückzuführen. Mit Ihrem kontinuierlichen Einsatz haben Sie nicht nur den einzelnen Gefangenen geholfen, sondern auch einen echten Beitrag zum Gemeinwohl geleistet – in einem Bereich, in dem viele andere wegsehen.

Liebe Frau Grillberger, durch Ihre vorbildhafte soziale Arbeit und Ihr Engagement für erfolgreiches Übergangsmanagement und Resozialisierung haben Sie sich auszeichnungswürdige Verdienste erworben. Dafür spreche ich Ihnen meinen tief empfundenen Dank und meine hohe Anerkennung aus. 

Es ist mir eine ganz besondere Ehre, Ihnen heute im Auftrag des Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland persönlich auszuhändigen. Vielen Dank für Ihren langjährigen und unverzichtbaren Einsatz!

Liebe Frau Holzheimer,

seit mehr als vier Jahrzehnten prägen Sie in herausragender Weise den interkulturellen Austausch der Stadt Nürnberg mit Afrika mit besonderem Blick auf Namibia und Simbabwe und haben sich in diversen Funktionen der Afrikahilfe hohe Verdienste erworben. Ihr Engagement ist getragen von Beständigkeit, Sachkenntnis und einer tiefen persönlichen Verbundenheit mit den Menschen und Kulturen, für die Sie sich einsetzen. Was Sie begonnen haben und fortwährend gestalten, ist weit mehr als reine Unterstützungsarbeit: Es ist gelebte Solidarität, Bildungsarbeit und eine nachhaltige Form der Völkerverständigung.

Ihre frühe ehrenamtliche Leitung des Arbeitskreises Südliches Afrika von 1981 bis 1997 legte schon damals den Grundstein für eine öffentliche Auseinandersetzung mit den Befreiungsbewegungen und den politischen Realitäten des südlichen Afrikas. Mit Ihrer Betreuung von Menschen aus Simbabwe und Namibia, die über die Otto-Benecke-Stiftung zur Ausbildung nach Deutschland kamen, haben Sie konkrete Bildungschancen ermöglicht und zugleich Brücken zwischen hier und dort gebaut. Auch in Ihrer späteren hauptberuflichen Tätigkeit bei der Stadt Nürnberg haben Sie das Augenmerk Ihres Arbeitsbereiches immer wieder auf das Thema Afrika gelenkt und Projekte wie die Afrika-Station auf dem „Erfahrungsfeld der Sinne“ initiiert und begleitet. Damit haben Sie lokale Bildungsangebote mit internationalem Profil geschaffen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Seit 1983 sind Sie im Zimbabwe Netzwerk e.V. aktiv. Ihre Wahl in den erweiterten Vorstand 1987 und Ihre Mitarbeit im geschäftsführenden Vorstand seit den frühen 1990er-Jahren belegen Ihre Führungsrolle in diesem Forum des Austausches. Durch Seminare zu Bildungswesen, Tourismus und Frauenthemen im Dialog mit Menschen aus Simbabwe haben Sie Wissen geteilt, Vernetzungen ermöglicht und Kompetenzbildung vor Ort unterstützt. Ihre Mitgliedschaft im Verein „Frauen in der Einen Welt e.V.“ seit 1990 sowie Ihre ehrenamtliche Forschungsreise ins Gwembetal und die daraus entstandene Ausstellung und Publikation „Verflechtungen. Korbmacherinnen in Zambia und Oberfranken“ demonstrieren Ihr Interesse an kulturwissenschaftlicher Aufarbeitung und an einer dokumentierten, partizipativen Vermittlung von Kulturarbeit.

Aus Ihrem Engagement sind Institutionen hervorgegangen, die bis heute das gesellschaftliche Leben Nürnbergs mitprägen: die Nürnberger Initiative für Afrika - NIfA e.V., die jährlichen Afrikatage Akwaba und die Afrikanischen Kinowelten im Filmhaus Nürnberg. Sie führen seit Beginn die Geschäfte im NIfA-Büro, organisieren die Afrikatage als Hauptorganisatorin und bieten kostenlose Beratungen für Menschen mit afrikanischen Wurzeln an. Darüber hinaus pflegen Sie die interne Bibliothek und sorgen somit für Kontinuität und professionelle Struktur in der Arbeit der Initiative. Bei den Afrikatagen gelingt es Ihnen, jedes Jahr im Juni ein vielfältiges Programm zu politisch-kulturellen Themen zusammenzustellen und damit Raum für Begegnung, Information und Austausch zu schaffen.

Ihre Mitwirkung am Filmhaus Nürnberg, insbesondere die Initiierung und fortlaufende Begleitung der Afrikanischen Kinowelten seit 2002, hat das kulturelle Angebot Nürnbergs entscheidend bereichert. Monatlich führen Sie in Filme ein, moderieren Diskussionen und verfolgen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen das Ziel, das europäische Afrikabild kritisch zu hinterfragen und den Filmschaffenden aus Afrika eine eigene, hörbare Stimme zu geben. Diese kontinuierliche Arbeit der filmischen Vermittlung ist ein wirkungsvolles Instrument, um Vorurteile zu hinterfragen und komplexe Wirklichkeiten sichtbar zu machen.

Ihre praktische Solidarität zeigte sich auch in der Mitbegründung des Deutsch-Namibischen Partnerschaftsvereins - DeNaPa e.V. und in Ihrem direkten Einsatz für die Primary School in Okandjira: Ihre vielen Reisen nach Namibia und die persönliche Übergabe von Hilfsgütern belegen ein Engagement, das über Worte hinaus praktisch Hilfe leistet. Sie schaffen konkrete Unterstützung und fördern zugleich ein Bewusstsein für historische Verantwortung und gegenwärtige Bedürfnisse.

Mit Ihrem umfassenden Wirken leisten Sie einen herausragenden Beitrag zur Integration afrikanischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, zur Förderung eines differenzierten Afrikabildes in der Öffentlichkeit und für ein friedliches Miteinander unterschiedlicher Kulturen. Ihre Arbeit verbindet Forschung, Bildung, Öffentlichkeitsarbeit und direkte Hilfe – und das mit einer Konsequenz und Herzlichkeit, die viele Menschen inspiriert hat. Sie sind eine Brückenbauerin zwischen Kontinenten, Institutionen und Menschen. Ihre Verdienste stehen für die positive Kraft zivilgesellschaftlichen Engagements.

Liebe Frau Holzheimer, für Ihre langjährige, vielfältige und nachhaltige Arbeit danke ich Ihnen im Namen vieler Menschen, die von Ihrem Einsatz profitieren und inspiriert wurden. Es ist mir eine ganz besondere Freude, Ihnen heute im Auftrag des Bundespräsidenten Dr. Frank-Walter Steinmeier das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland persönlich auszuhändigen. Herzlichen Dank für Ihre vorbildliche Arbeit!