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Einweihung der Anlage für digital gesteuertes Kompaktparken

München, 19.02.2016

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Herrmann: Weitere vier Millionen Euro in Verkehrssicherheit investiert - Anlage für digital gesteuertes Kompaktparken von Lkw auf der Rastanlage Jura West - Neues Parkraum-Management in Deutschland einmalig

+++ Digitale Steuerung von Parkplätzen ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern gebaute Wirklichkeit in Bayern. Ab heute werden die Parkmöglichkeiten für Lkw-Fahrer auf der Tank- und Rastanlage Jura West an der A3 spürbar verbessert. Grund dafür ist ein telematisch gesteuertes System für Kompaktparken, welches heute von Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann mit der parlamentarischen Verkehrsstaatssekretärin Dorothee Bär eingeweiht wurde. Herrmann: "Viele unserer Rastanlagen sind massiv überbelegt. Das führt oft dazu, dass Falschparker den Verkehr gefährden. Mit dem Ausbau der Rastanlagen und dem neuen System ist uns ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit gelungen. Die rund vier Millionen Euro des Bundes sind gut in die Zukunft Bayerns investiert." +++

Die aktuelle Güterverkehrsprognose sagt bis 2025 für den Freistaat ein Wachstum von rund 50 Prozent voraus. Mit der steigenden Konjunktur steigt somit auch die Nachfrage nach Stellplätzen für die Lkw an den Rastanlagen. Um dem wachsenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, setzt sich Herrmann für den Ausbau einer zukunftsfähigen Infrastruktur ein. Wie Bayerns Verkehrsminister heute berichtete, sind in den Jahren 2008 bis 2015 mehr als 90 Rastanlagen in Bayern so erweitert oder umgebaut worden, dass 3600 zusätzliche Stellplätze errichtet werden konnten. Dazu kommt das telematisch gesteuerte „Kompaktparken“, das auf Grund seiner Bedeutung von der Europäischen Kommission gefördert wurde. Durch optimale Nutzung der Fläche stehen in Zukunft 60 Prozent mehr Parkplätze zur Verfügung. Dynamische Anzeigen sortieren je nach Abfahrtszeiten jede Parkreihe vor. Ein Scanner ermittelt hierzu bei jeder Parkreihe die aktuelle Belegung und sendet die Daten an die Verkehrs- und Betriebszentrale der Autobahndirektion Nordbayern in Nürnberg-Fischbach. Ein neu entwickelter Steueralgorithmus ermittelt dann die Abfahrtszeiten für die Lkw-Fahrer. So parken immer nur die Fahrzeuge hintereinander, die zur gleichen Abfahrtszeit oder später als die vor ihnen parkenden Fahr­zeuge weiterfahren. Wie der Verkehrsminister weiter berichtete, werden bei dem neuen System keine zusätzlichen Verkehrsflächen benötigt. Herrmann weiter: "Das neue System ist in Deutschland einmalig. Ich setze mich stark in Berlin dafür ein, dass wir in den nächsten Jahren das Kompaktparken für LKW auch an der A 3, A 7, A 8 Ost und A 93 Süd aufbauen."