Verwaltungssoftware der Einsatznachbearbeitung

Bislang wurden die Einsatzberichte der Feuerwehren in Bayern vor Ort erfasst und nach Ablauf des Berichtsjahres jeweils auf Kreis- und danach auf Regierungsebene zusammengefasst.

Hauptbildschirm der Einsatznachbearbeitung mit Auswahldialog für Einheit
© Joachim Benz

Mit der Einführung der Integrierten Leitstellen (ILS) und der zugehörigen Software-Ausstattung für Einsatzstatistik und Stärkemeldung können die Feuerwehren ihre Einsatzberichte jetzt online ausfüllen - ähnlich wie beim Internet-Banking.

Nach jedem Einsatz, der von der ILS im Leitsystem eröffnet wurde, wird für jede beteiligte Feuerwehr im Verwaltungssystem ein Einsatzbericht eröffnet. Relevante Daten (zum Beispiel Einsatzbeginn und -ende, Einsatzort, ausgerückte Fahrzeuge und Statuszeiten) sind bereits eingetragen. Der Bericht muss nur noch komplettiert und elektronisch unterschrieben werden. Er wird anschließend durch den Kommandanten, Wachleiter und gegebenenfalls weitere Personen freigegeben. Danach kann er von der Kommune als Basis für eine Gebührenverrechnung herangezogen werden. Sofern die Daten der Gebührensatzung im System hinterlegt worden sind, kann quasi auf Knopfdruck eine Kostenaufstellung generiert werden. Mit der Freigabe erfolgt auch die Übernahme in die Statistik. Berichte für Sicherheitswachen, Übungen und weitere Tätigkeiten, die nicht zu den Pflichtaufgaben der Feuerwehr gehören, können manuell angelegt und erfasst werden.

Die sogenannte Stärkemeldung (Personal, Fahrzeuge, Geräte) kann ebenfalls kontinuierlich und im Prinzip tagesaktuell geführt werden.

Wenn alle Eingaben zeitnah getätigt werden, ist es möglich, jederzeit und auf allen Ebenen (Einheit, Gemeinde, Kreis, ILS, Regierung, Land) ein aktuelles Bild über das vorhandene Potenzial oder die geleisteten Tätigkeiten - auch in Berichtsform - zu erhalten. Individuelle Auswertungen oder Analysen sind über ein umfangreiches Auswerte-Programm möglich.

Die umfassende Modernisierung der Benutzeroberfläche sowie des dazugehörigen „Unterbaus" auf aktuelle Webtechnologien ist sehr weit fortgeschritten. In den Verwaltungssystemen der Integrierten Leitstellen ist zwischenzeitlich parallel zum bestehenden System die Prerelease-Version der  ELDIS-Management-Suite (kurz: EMS) installiert worden. Zuvor haben noch Einweisungsveranstaltungen für die Systemadministratoren und die Fachberater-EDV sowie Informationsveranstaltungen für die Kreis- und Stadtbrandräte an den Staatlichen Feuerwehrschulen Geretsried, Regensburg und Würzburg stattgefunden. Somit haben die Fachberater-EDV nun die Möglichkeit, sich mit der modernen Software vertraut zu machen und die Anwender in ihrem Bereich einzuweisen. Damit hat das Projekt „Migration der Verwaltungssoftware zur ELDIS-Management-Suite (EMS) in den Integrierten Leitstellen Bayerns“, das seit Juli 2013 läuft, einen weiteren großen Meilenstein erreicht. Der ambitionierte Terminplan konnte somit grundsätzlich gehalten werden. Mit der Fertigstellung des Auswertewerkzeugs, dem ELDIS-Reporting-Tool (kurz: ERT) zum Spätherbst diesen Jahres sollte dann der Schlussstein gesetzt werden. Die Feldinhalte und Beschriftungen in den Fotos in der Galerie sind nur als Muster zu verstehen.

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