Förderungen

Fördern und Fordern ist ein zentraler Grundsatz bayerischer Integrationspolitik.

  • Für die Vermittlung unserer Werte an Menschen aus unterschiedlichen Kulturen hat das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration im Jahr 2017 eine Reihe von Modellprojekten aufgelegt.
  • Im Rahmen der Landesförderung nach der Beratungs- und Integrationsrichtlinie vom 16.11.2017 gewährt der Freistaat Bayern Zuwendungen zur integrationsspezifischen Beratung sowie zu besonderen Maßnahmen. Letztere erfassen insbesondere folgende integrationspolitische Schwerpunkte: Jugend, Frauen und Familie, Ehrenamt.
  • Einen besonderen Stellenwert in der Integrationspolitik räumt die Staatsregierung der Integration von Frauen ein. Denn die Frauen haben aufgrund ihrer Vorbildfunktion und ihres Einflusses auf die nächste Generation eine Schlüsselrolle bei der Integration ihrer Familien inne.
  • Bürgerschaftliches Engagement trägt zum sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und zur Persönlichkeitsentwicklung bei und wird dadurch auch zur Quelle von Werten. Im Rahmen des Sonderprogramms „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ fördert und unterstützt die Staatsregierung das vielfältige ehrenamtliche Engagement auf der Ebene der Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenagenturen von und für Menschen mit Migrationshintergrund durch das Projekt „Miteinander Leben – Ehrenamt verbindet“.
  • Die Staatsregierung ergänzt im Rahmen der außerschulischen Hausaufgabenhilfe die bereits bestehenden schulischen Sprachfördermaßnahmen.
  • Ein Land der gelingenden Integration braucht Orientierungsmarken und Wegbegleitung für dieses Gelingen. Beides liefert der integrative Diskurs über Ideen und Bedingungen für gelingende Integration im Rahmen des Modellprojekts Tutzinger Diskurs – Wege der Integration.
  • Daneben unterstützt das Bayerische Integrationsministerium im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) Menschen mit Migrationshintergrund bis 2020 wieder dabei, ihre Erwerbssituation zu verbessern und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt auszubauen.

Das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlicher Herkunft funktioniert in Bayern auch deshalb so gut, weil es gemeinsame Werte als Grundlage gibt. Voraussetzung dafür, dass dies so bleibt, ist, dass alle Migrantinnen und Migranten unsere Rechts- und Werteordnung anerkennen. Die Vermittlung unserer Leitkultur und unserer davon umfassten Werteordnung gibt der Integration Richtung und Ziel. Mit einem Gesamtvolumen von rund 2,6 Millionen Euro fördert das StMAS im Jahr 2017 eine Reihe von Modellprojekten zur Wertevermittlung.

Die Projekte im Überblick

WerteRaum

Handreichung zur Wertebildung im Kontext von Migration und Integration

Werte. Dialog. Integration.

Angekommen?!

Integration und Toleranz – von Jugendlichen über Jugendliche

Besonders innovative Projekte können zeitlich befristet im Rahmen der besonderen Maßnahmen nach der Beratungs- und Integrationsrichtlinie (BIR) gefördert werden.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Beratungs- und Integrationsrichtlinie (BIR).

Projekte

Best-Practice-Beispiel „HEROES“

Lebenswirklichkeit in Bayern – ein Projekt für Frauen und Kinder mit Migrationshintergrund

Modellprojekt „Zuhause in Bayern“

Ehefrauen und Müttern kommt eine Schlüsselfunktion im Integrationsprozess zu. Ihre Einstellung, ihre Bereitschaft und ihr Wille zur Integration sind nicht nur für den eigenen, sondern für den Integrationserfolg der gesamten Familie entscheidend. Frauen erfahren in Deutschland eine Aufwertung ihrer gesellschaftlichen Stellung. Sie sind oft hoch motiviert, insbesondere im Hinblick auf das Wohl und den Erfolg ihrer Kinder. Ziel der bayerischen Integrationspolitik ist daher, Frauen in ihren Integrationsanstrengungen bestmöglich zu unterstützen. Dabei stellt das Erreichen der Zielgruppe die größte Herausforderung der Projekte dar. Deshalb fördert das Bayerische Sozialministerium niederschwellige Projekte, die die Migrantinnen durch praktische, alltagsbezogene Angebote erreichen.

Das Projekt „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“ unterstützt vielfältiges ehrenamtliches Engagement auf der Ebene der Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenagenturen von und für Menschen mit Migrationshintergrund.

Die Leitung für das Projekt liegt bei der lagfa bayern e. V. (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen/Freiwilligenzentren). Sie ist Projektantragsteller gegenüber dem StMAS und für die Weitergabe der anteiligen Projektmittel an die einzelnen Projektstandorte verantwortlich.

Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement und Freiwilligenagenturen, die sich an dem Projekt beteiligen wollen, müssen einen Antrag mit einem entsprechenden Umsetzungskonzept bei der lagfa bayern e. V. einreichen. Diese ist für die Beratung, Umsetzung und Evaluierung des Projekts an den einzelnen Projektstandorten zuständig.

Das Förderjahr 2017/2018 ist bereits in der Umsetzung. Eine Antragstellung ist derzeit nicht möglich.

Aktuell teilnehmende Koordinierungszentren und Freiwilligenagenturen:

Aichach-Friedberg, Ansbach, Augsburg, Bamberg, Berchtesgadener Land, Cham, Dachau, Dingolfing, Gersthofen, Holzkirchen, Ismaning, Kempten, Kronach, Landshut, Memmingen, Mühldorf a. Inn, Nürnberger Land, Nürnberg, Oberallgäu, Passau, Roth, Schweinfurt, Weißenburg-Gunzenhausen, Würzburg

Hier finden Sie weitere aktuelle Informationen zum Projekt „Miteinander leben – Ehrenamt verbindet“.

Das StMAS ergänzt im Rahmen der Beratungs- und Integrationsrichtlinie (BIR) die bereits bestehenden schulischen und außerschulischen Sprachfördermaßnahmen.

Die Förderung erfolgt jeweils für ein Schuljahr.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zur Beratungs- und Integrationsrichtlinie (BIR).

Ein Land der gelingenden Integration braucht Orientierungsmarken und Wegbegleitung für dieses Gelingen. Beides liefert ein integrativer Diskurs über die Bedingungen der Integration. Ein interdisziplinäres, 14-köpfiges Team aus Wissenschaft und Praxis sammelt und entwickelt Ideen gelingender Integration und zeigt Wege zu deren Verwirklichung auf. Damit initiieren und strukturieren die Teilnehmenden die gesellschaftliche Auseinandersetzung und stellen einen Ideenpool für die Gestaltung der Integration bereit. Träger des Projekts ist die Akademie für Politische Bildung Tutzing.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Tutzinger Diskurses.