Gewinner 2019

Publikumspreis: Sherwan Omer aus Wackersdorf

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Mit 18 Jahren kommt Sherwan Omer 2015 aus Syrien nach Bayern. Im Friseursalon Monika Lorenz in Wackersdorf beginnt er eine Ausbildung und legt im Juli 2019 bereits schon seine Gesellenprüfung ab. Zielstrebig und sympathisch geht er seinen Weg und kommt durch seinen Charme und gute Fähigkeiten bei Chefin und Kunden gleichermaßen gut an. Eines Tages stellt der THW-Ortsbeauftragter das Technische Hilfswerk in der Nachbarschaftshilfe vor und Sherwan ist sofort begeistert. Seine Ehrenamts-Karriere beginnt.

Als erstes ist die THW-Grundausbildung zu absolvieren und gleich schon ist Sherwan auch bei einigen Einsätzen dabei. Er ist einsatzbereit, zupackend, couragiert, optimistisch und zuverlässig. Mit diesen Eigenschaften erobert er sich schnell einen festen Platz im Team des THW. Was Sherwan Omer auch tut – er ist mit Freude, Begeisterung und stets mit einem Lächeln im Gesicht dabei. „Ich mache die Menschen schön und ich rette Sie“, beschreibt er sich selbst mit einem Augenzwinkern. „Man fühlt sich einfach besser, wenn man jemandem helfen kann.“

Kategorie „Ausdauer“: Julius Zinke, Hausham, und Bärbel Aigner, Warngau

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Der Merkur CUP gilt als „Champions-League“ des oberbayerischen Fußballnachwuchses der U11-Mannschaften. Das Turnier findet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal statt. Mit großer Begeisterung und noch mehr Ehrgeiz kämpfen alljährlich rund 400 Mannschaften (Mädchen und Buben) darum, in eines der Kreis-, Bezirks- oder sogar ins CUP Finale einzuziehen.

Julius Zinke ist CUP-Schiedsrichter der ersten Stunde. 25 Jahre lang war er dabei und gibt in diesem Jahr die Schiedsrichterkluft an den Nachwuchs weiter. „Die Kinder und der Sport haben mich jung gehalten“, erklärt der 81Jährige. Ehrenamtliches Engagement ist vor allem auch im Sport unverzichtbar. Ohne das Ehrenamt gäbe es den Vereinssport nicht!

Unverzichtbar sind auch die Familien der jungen Sportlerinnen und Sportler, Väter und Mütter, die ihre Sprösslinge regelmäßig begleiten und sie an vielen Wochenenden am Spielfeldrand und in Hallen anfeuern.

Bärbel Aigner, ist nicht nur Fußballmutter, sondern seit 2001 auch ehrenamtlich beim Merkur CUP in der Organisation und Turnierplanung im Einsatz. Ihre Tätigkeiten in den Finals erstrecken sich auf Organisationsabläufe und Koordination sowie auf Kontaktaufnahme zu Jugendleitern und Trainern im Finalablauf. Sie moderiert sogar einzelne Kreis- und Bezirksfinals. Als Ideengeber setzt sie sich Jahr für Jahr bei der Auswahl der Preise ein und ist beteiligt an der Fairplay-Konzeption des Merkur-Cups.

Das jahrelange ehrenamtliche Engagement von Julius Zinke und Bärbel Aigner verdient den Engagiert-Preis 2019 in der Kategorie „Ausdauer“.

 

Sonderpreis des Bayerischen Staatsministers des Innern, für Sport und Integration: Familie Bucher, Starnberg

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21 Mitglieder zählt die Familie Bucher, Groß und Klein ist bei der Wasserwacht am Starnberger See aktiv. Ganz Starnberg kennt die „Bucherei“, wie die Familie liebevoll genannt wird. Als Großfamilie sind sie zur Stelle, wenn es auf dem Starnberger See brenzlig wird. Im Sommer wie im Winter! Ob bei der Rettung von gekenterten Seglern, bei Erste-Hilfe-Leistungen, bei der Vermisstensuche, bei Schwimmkursen und Rettungsschwimm-Lehrgängen für Kinder und Erwachsene oder im schlimmsten Fall bei Bergungen.

Jeder der erwachsenen Buchers hat schon Leben gerettet. Die Familie Bucher gibt beispielhaft Zeugnis ab, wie Ehrenamt Tradition haben kann. Das Ehrenamt wird nun schon in der dritten Generation weitergetragen und damit auch die Bereitschaft, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen und sich uneigennützig für andere einzusetzen.

 

Kategorie „Feuer und Flamme“: Freiwillige Feuerwehr Wunsiedel

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Die Integration von ausländischen Jugendlichen und ihre Aufnahme in die Feuerwehrgemeinschaft liegt der Freiwilligen Feuerwehr Wunsiedel ganz besonders am Herzen! Das Ehrenamt stiftet Gemeinschaft und Geborgenheit, lässt Freundschaften entstehen und schafft Zugehörigkeit.

Zwei syrische Jugendliche, eine junge Frau aus Somalia, und vier Ukrainer gehören zum Team der Freiwilligen Feuerwehr Wunsiedel und sind aktiv mit dabei, wenn es um Brandschutz, um Feuerwehreinsätze geht, wenn Schulungen und Fortbildungen zu absolvieren sind oder wenn Unterstützung bei Festen und Feiern in der Gemeinde nötig ist.

Auch bei den Luisenburgfestspielen, die weit über die Region hinaus bekannt sind, sind alle mit dabei und leisten ehrenamtlich Brandsicherheitswachen bei weit über 100 Vorstellungen im Jahr.

Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wunsiedel zeichnet ein unermüdlicher Gemeinsinn aus. Sie stehen für die Gesellschaft ehrenamtlich und freiwillig, neben ihrem eigentlichen Beruf ein. Sie sind Feuer und Flamme wenn es darum geht, Menschen in Not zu helfen. Das große Engagement der Freiwilligen Feuerwehr Wunsiedel verdient somit den Engagiert-Preis 2019 in der Kategorie „Feuer und Flamme“.

 

Kategorie „Herz“: Stefania Teltschik, Großenseebach

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Die Mittelfränkin Stefania Teltschik ist für den Malteser Hilfsdienst im Waldkrankenhaus Erlangen ehrenamtlich tätig. Mit Benny dem anatomischen Teddybären begleitet sie Kinder im Krankenhaus und setzt alles daran, ihnen spielerisch die Angst und die Unsicherheit angesichts der bedrohlichen Situation von Krankheit und Krankenhausaufenthalt zu nehmen. Mit den rührenden Geschichten des waghalsigen Waldteddys, der einmal nach einem Klettermanöver in den Baumwipfeln Knochenbrüche erleidet oder ein anderes Mal nach einer ausgedehnten Beerenmahlzeit mit Bauchweh aufwacht und ins Krankenhaus muss, gelingt es der engagierten Rentnerin immer wieder aufs Neue, die Herzen der Kinder zu gewinnen.

Auch Kindergartengruppen lädt Benny der Waldbär zu sich ins Krankenhaus ein und zeigt ihnen, wie Untersuchungen, Röntgen, Gipsen und Pieksen ablaufen. Als anatomischer Bär hat Benny selbst Knochen und Organe und kann den Kindern bereitwillig Einblicke in sein Innenleben gewähren. Für so viel Herz für kranke Kinder wird Frau Teltschiks Arbeit bei den Maltesern in der Kategorie „Herz“ ausgezeichnet.

 

Kategorie „Mut“: Georg Schober und die Einsatzmannschaft der Bergwacht Garmisch-Patenkirchen

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Etwa 1.000 Mal hieß es im vergangenen Jahr bei der Rettungsleitstelle für die Einsatzmannschaft der Bergwacht Garmisch Patenkirchen „Einsatz für die Bergwacht“. Aus Filmen kennt jeder die Situation, wenn es gilt, Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen in den Bergen zu retten. Doch die Wirklichkeit des ehrenamtlichen Teams um Einsatzleiter Dr. Georg Schober ist mit den oft romantisch-verklärten Szenen des Films nicht zu vergleichen.

Das Team trägt immense Verantwortung für die Rettung, Versorgung und den Transport von Menschen, für die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen im Einsatz, ist Ansprechpartner für die Rettungsleitstellen, die Einsatzhubschrauber, für die Polizei oder den Landrettungsdienst. Es geht oft um Minuten – es geht sehr oft um Menschenleben. Bei den knapp 1.000 Einsätzen, die es im Jahr 2019 abzuwickeln galt, ging es um Menschen, die sich beim Skifahren, Bergwandern und Klettern verletzt haben oder in Bergnot geraten sind. 743 davon im Winter und 254 im Sommer. Dies entspricht rechnerisch mehr als einem Einsatz pro Tag in den Sommermonaten von April bis November – und das alles ehrenamtlich.

An Spitzentagen gab es oft bis zu vier Einsätze innerhalb von nur zwei Stunden. Viel Erfahrung, die Bereitschaft zu zusätzlicher Ausbildung und regelmäßigem Training, der Verzicht auf Freizeit sind die Regel, wenn man bei der Bergwacht im Einsatz ist. Unverzichtbar ist vor allem eines: Mut! Das große Engagement der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen verdient daher den Engagiert-Preis 2019 in der Kategorie „Mut“.dere einzusetzen